12. August 2019
Fortnite

18+ und Cheating-Anruf: Aufregung bei Ninja

Der Begriff Ruhe scheint im Zusammenhang mit dem berühmten Fortnite-Streamer Tyler “Ninja” Blevins ein Fremdwort zu sein. Während die im August gestartete Kooperation mit der Plattform Mixer erste Früchte trägt, ist großer Ärger auf seinem Twitch-Kanal entstanden. Dort wurde verbotener Inhalt beworben.

Obwohl der mittlerweile veraltete Twitch-Kanal seit August nicht mehr von Ninja betrieben wird, hat die Streaming-Plattform die Chance genutzt, um andere Streamer auf Ninjas Kanal zu bewerben. Am 11. August ging dieser Schritt jedoch nach hinten los.


Inhalt 18+ sorgt für Drama auf Twitch Für Ninja war es ohnehin ein Dorn im Auge, dass sein Kanal zugunsten anderer zweckentfremdet wird. “Wir wollten die Seite von Anfang an herunternehmen. Zumindest sollten keine andere Streamer oder Kanäle damit beworben werden”, lautet die Stellungnahme des US-Amerikaners.

Jetzt ist das Fass jedoch übergelaufen. “Es gab einen Porno-Account, der unter den Empfehlungen auf meinem Kanal die Nummer 1 war”, erklärt der verärgerte Ninja. “Für jeden, der das gesehen hat, für alle Kinder – so etwas will niemand sehen. Dafür entschuldige ich mich.”

Dabei liegt die Schuld offen scheinbar klar auf Seiten von Twitch. Emmett Shear, Geschäftsführer von Twitch, entschuldigte sich persönlich für den Vorfall und fügte hinzu, dass dies unentschuldbar sei.

Cheater-Alarm: Anruf bei Epic Games
Neben ernsthaften Bedrohungen für das Ansehen des Stars sind auch innerhalb des Spiels einige Störenfriede im Weg. Während einer Runde Fortnite hatte Ninja Alarm geschlagen. Der 28-Jährige hatte Epic Games am 8. August per Telefon kontaktiert, um einen Hacker aus dem Spiel zu nehmen. “Er rennt mit einer Mini-Gun und einem Hoverboard herum und macht nichts außer Headshots”, so die Nachricht von Ninja an Epic Games. Der Streamer wurde zuvor von besagtem Cheater ausgeschaltet, ohne ihn auch nur zu sehen.

Zwar ist nicht bekannt, ob Epic den Cheater tatsächlich auf Geheiß von Ninja sperrte. Dennoch steht fest, dass der Einfluss von Ninja bis in die höchste Etage der Fortnite-Verantwortlichen reicht.

Abos bei Mixer steigen in Millionenhöhe
Am 1. August wechselte Ninja auf die Streaming-Plattform Mixer. Der Schritt ging aus dem unterschriebenen Exklusivvertrag mit Microsoft hervor. Wenige Tage nach dem Fortnite World Cup, bei welchem 30 Millionen US-Dollar ausgeschüttet wurden, sorgte dieser Deal für mächtig aufsehen. Allerdings ist es für Fans und Interessierte aktuell auch kostenlos, den Kanal zu abonnieren. Über acht Millionen Abrufe und über 1,5 Millionen Abonnenten kann Ninja mittlerweile verzeichnen. (Stand 12. August 2019)

Bis zum 30. September ist das Abonnement auf Mixer kostenfrei.Danach wird Ninja beweisen müssen, ob diese Zahl auch in Zukunft aufrechterhalten werden kann. Schließlich kostet ein Abo dann knapp sieben Euro monatlich. Für den Plattform-Betreiber Microsoft und den Star-Streamer hat die PR-Aktion auf jeden Fall den gewünschten Effekt erreicht.

Bildquelle: Ninja/Twitter

Related
Mehr anzeigen